Insel-Elba.de - Home
19.05.2012Datum

 

Startseite
Unterkünfte
Immobilien
Anreise
Bücher
Karte
Geschichte
Inserenten

Sie sind hier: Startseite > Geschichte (1) > Geschichte (2)

Geschichte (2)

DIE FAMILIEN APPIANI UND MEDICI


 

Die Schwäche Pisas ausnutzend, sicherte sich Gherardo Appiani das Gebiet um Piombino mit den Inseln Elba, Montechristo und Pianosa. Im frühen 15. Jahrhundert verstarb Gherardo und sein damals noch minderjähriger Sohn und Nachfolger Jacopo kam ebenfalls in jungen Jahren ums Leben.
Die Macht wanderte zum Schwiegersohn Jacopos: Ronaldo Orsini. Er stattete Elba mit Streitkräften aus und ermahnte die Bevölkerung sich für den Verteidigungsfall bereitzuhalten. 1442 sollten diese Maßnahmen einen Sinn bekommen. Eine große Zahl sarazenischer Schiffe fiel über Elba her. Der überlebende Teil der Bevölkerung verschanzte sich in Volterraio. Aber erst als die Wetterlage die sarazenische Flotte zerstreut, gelingt es Hilfstruppen in einem Massaker Elba zu befreien.
Dank der Herrschaft der Appiani gab es endlich eine Stabilität der Machtverhältnisse.
Trotz geschickten Taktierens und einer möglichst neutralen Politik von Jacopo IV., streckte Cesare Borgia, Herzog von Valencia, 1502 seine Hand nach dem kleinen Staat aus. Aber schon 1503 rebellierte das Volk, und Jacopo konnte mit dem Wohlwollen der Florentiner in sein Reich zurückkehren. Seewärts schützte ein Bündnis mit Neapel das Reich der Appiani vor Genua. 1551 verstarb Jacopo IV. und es folgte die Zeit des Jacopo V.
Neben einem ereignisreichen Weltgeschehen, kam es auch in der Nähe der Appiani zu Veränderungen. Die Republik von Florenz brach zusammen, und es begann dort die Herrschaft der Medici.


1534 befand sich die Region des Tyrrhenischen Meeres in Alarmzustand, denn der türkische Pirat Khayr al-Din, oder besser bekannt als Barbarossa (Rotbart), trieb hier sein Unwesen. Elba wurde zweimal, 1534 und 10 Jahre später, 1544, von ihm heimgesucht. Der erste Überfall ereignete sich in der Gegend von Rio. Die Bevölkerung war jedoch nicht in der Lage, der türkischen Übermacht Widerstand zu leisten. Der zweite Überfall sollte die Herausgabe eines türkischen Kindes - Sohn eines hohen Offiziers der Flotte des Sultans, der von den Appiani gefangen gehalten wurde - erzwingen. Barbarossa landete in Ferraria (Portoferraio) und marschierte durch bis Capoliveri. Nur Volterraio konnte gehalten werden. Aufgeschreckt durch den Geschützlärm fügte sich Jacopo den Forderungen des Piraten und lieferte das Kind aus.
Kurz darauf segnete Jacopo das Zeitliche und hinterließ als Nachfolger ein Kind.


Auf diese Gelegenheit hatte Cosimo de Medici nur gewartet. Für die Gewährung eines Darlehens von zweihunderttausend Scudi wurde Cosimo von Karl V. das Herrschaftsgebiet der Appiani übertragen.
1548 begann Cosimo I. die Festungen in Ferraria zu bauen. Es entstanden die Befestigungsringe von Falcone, Stella und Linguella. Zu der Zeit sicher ein militärisches Meisterwerk und seiner Aufgabe der Verteidigung, wie sich noch zeigen sollte, mehr als gewachsen. Cosimo ließ Ferraria wegen der gelungenen Architektur seiner Bauwerke in "Cosmopoli" umbenennen.
Auf Grund der Intervention des jungen Appiani, der sich direkt an Karl V. wandte, musste Cosimo den kleinen Staat allerdings wieder zurückgeben; darf Elba aber, wegen seiner regen Bautätigkeit dort, behalten. Um sich aber auch weiterhin die Freundschaft der Medici zu sichern, wird Cosimo 1552 von Karl V. als kaiserlicher Statthalter ein weiteres Mal die Macht über Piombino verliehen.

1553 wird Elba wieder dem Angriff eines türkischen Piraten ausgesetzt. Diesmal ist es Dragut, der, mit Unterstützung französischer Schiffe, in Longone vor Anker geht. Seine Truppen überrennen die Insel förmlich. Nur Cosmopoli hält der Invasion stand und kann dem Feind sogar empfindliche Verluste zufügen. Dragut verzichtet auf einen Angriff auf Cosmopoli. Er wendet sich stattdessen Korsika zu, das er auch einnimmt. 1555 kehrt Dragut, diesmal ohne die Franzosen, nach Longone zurück. Die Elbaner verschanzen sich ausnahmslos in Cosmopoli, das wieder einmal Schutz vor den Piraten bietet.


1557 finden Verhandlungen mit dem Botschafter von Philipp II. und Cosimo I. statt. Gegenstand der Unterhandlungen sind auch die Besitzverhältnisse auf Elba. Sie enden damit, dass Cosimo Cosmopoli und eine Zone von zwei Meilen um die Stadt herum behält, während der Rest Elbas und der piombinische Staat wieder der Familie Appiani zugeteilt werden.

'Elba bis zur Neuzeit'. Lesen Sie den dritten Teil >>>

 

Werbung Flugbuchung.com - Flüge buchen mit Preisgarantie!
 


Insel-Elba.de übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben | Copyright © 2001-2012 by Insel-Elba.de